\documentclass[a4paper,11pt]{dinbrief}
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\begin{document}
\pagestyle{plain}
 \pagenumbering{arabic}
\subject{Scientology-Verbotsverfahren}
\Datum{Datum:........................... }
\begin{letter}
{Dr. Wolfgang Schäuble MdB \\
Platz der Republik 1 \par
11011 Berlin}

\opening{Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble,}
im Zuge der Proteste von Anonymous gegen Scientology bin ich auf die menschenrechtsverletzenden Praktiken der Scientology-Organisation (SO) aufmerksam geworden. Mit diesem Brief möchte ich mich dafür einsetzen, dass der Staat alle rechtsstaatlichen Mittel einsetzt, die zu seiner Verfügung stehen, um gegen die kriminelle Scientology-Organisation vorzugehen.

Kriminell an der Scientology-Organisation sind Methoden der Unterwanderung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, die Ausbeutung ihrer Mitglieder und die gnadenlose Verfolgung von Kritikern, seien es ehemalige Mitglieder der SO oder Außenstehende. 

Am 12.02.2008 wurden die verfassungsfeindlichen Aspekte Scientologys vom Oberverwaltungsgericht in Münster erneut bestätigt. Dies ist nur eine von vielen Gerichtsentscheidungen gegen die Scientology-Organisation, beispielsweise beschäftigte sich schon 1995 das Bundesarbeitsgericht in einem wegweisenden Urteil mit den Praktiken der SO. Das Gutachten \glqq Gesundheitliche und rechtliche Risiken bei Scientology\grqq \space von Küfner, Schön und Nedopil aus dem Jahre 2002 enthält Hinweise auf folgende Straftaten: 
\begin{itemize}
\item \S 263 StGB (Betrug)
\item \S 5 Heilpraktikergesetz (HeilprG)
\item \S 130 Abs. 2 Nr. 1a StGB (Volksverhetzung)
\item \S 201 StGB (Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes)
\item \S 129 StGB (Bildung einer kriminellen Vereinigung).
\end{itemize}
\thispagestyle{plain}
Im Einzelfall kommen laut Gutachten weitere Straftaten wie:
\begin{itemize}
\item \S  229 StGB (fahrlässige Körperverletzung)
\item \S\S  223 bzw. 229, 13 StGB (Körperverletzung durch Unterlassen)
\item \S 240 StGB (Nötigung)
\item \S 291 StGB (Wucher)(107)
\end{itemize}
in Betracht.
\\
Das Bundesamt für Verfassungsschutz, welches Scientology seit 1997 beobachtet, schreibt in seinem Bericht für das Jahr 2007 unter Anderem:
\begin{itemize}
	\item $\left[ S.284\right]$ : \glqq Die SO lehnt das demokratische Rechtssystem ab und will langfristig ihren -- vermeintlich -- \glq überlegenen Gesetzeskodex\grq \space an dessen Stelle setzen.\grqq

	\item $\left[S.286\right]$: \glqq Ein weiterer Beleg für die gegen die Menschenrechte und den Rechtsstaat gerichteten Bestrebungen der SO ist schließlich die Existenz eines weltweit -- auch in Deutschland -- tätigen organisationseigenen Geheimdienstes, dem \glq Office of Special Affairs\grq \space (OSA).\grqq

	\item $\left[S.286\right]$: \glqq Es ist ein durchgängiges Merkmal der SO, dass sie alle Kritiker und Gegner ihrer Ideologie als kriminell und krank diffamiert.\grqq
\end{itemize}
So waren sich die deutschen Innenminister auf der Innenministerkonferenz im Dezember 2007 einig \glqq dass wir Scientology für eine nicht mit der Verfassung vereinbare Organisation halten\grqq.
\\
\\
Auch wenn Scientology sich als eine gemeinnützige Organisation in der Öffentlichkeit präsentiert und hilfesuchenden Menschen Lösungen ihrer Problemen verspricht, handelt es sich um eine nach Geld und Macht strebende Organisation, die ihre Mitglieder mit psychologischen Methoden unter ihre Kontolle bringt, um ihren Profit zu maximieren. Scientology hat zu diesem Zwecke und zur Tarnung eine Reihe von Frontgruppen gebildet, wie WISE (World
Institute of Scientology Enterprises), ABLE (Vereinigung für besseres Leben und Erziehung) und KVPM (Kommision für Verstöße der Psychatrie gegen die Menschenrechte), um nur einige zu nennen.
\\
Diese Frontgruppen dienen dem Ziel das Gedankengut der Scientology-Organisation in möglichst vielen Gesellschaftsschichten zu verbreiten. Die
SO versucht dabei sowohl unter Ausnutzung juristischer Mittel als auch durch massive Öffentlichkeitsarbeit ihre wahre Ideologie zu verbergen.\\
\\
Ich fordere deswegen ein Verbot der Scientology-Organisation und möchte Sie in jeglichen Bestrebungen diese Organisation verbieten zu lassen ermutigen.
\closing{Mit freundlichen Grüßen}
\end{letter}
\end{document}

